Alois Bambula war nach seiner Tätigkeit als Posaunist in München und als Soloposaunist in Darmstadt bis 1981 in der Staatskapelle Dresden tätig. Nach seiner Entdeckung durch Karl Böhm holte ihn dieser 1934 nach Dresden.
Er musizierte bereits unter der Leitung von Richard Strauss und ande-ren hervorragenden Künstlern, die das Geschehen der Klassischen Musik des 20. Jahrhunderts wesentlich prägten.
Sein kultivierter, warmer und kraftvoller Ton, sein technisch vollendetes, klanglich differenziertes und gestalterisch ausdrucksstarkes Spiel, die auf seiner von ihm selbst entwickelten Methode zur Ansatz- und Atemtechnik beruhten und wesentlich zu dem für die Dresdner Staatskapelle spezifischen Klangcharakter der Bläsergruppe beitrugen, sind auf den zahlreichen Schallplattenaufnahmen, die die Kapelle in den Jahren seines Wirkens unter Leitung berühmter Dirigenten re-alisierte, dokumentiert.
In seinem schaffensreichen Berufsleben hat er ca. 120 Posaunisten ausgebildet, einige davon in Japan und China. Viele von ihnen wa-ren oder sind noch an verschiedenen hervorragenden Orchestern tätig und haben ihrerseits Posaunisten ersten Ranges ausgebildet; so u.a. Karl Jakob, langjähriger Soloposaunist am Gewandhausorchester Leipzig und Manfred Eidner, ehemaliger Soloposaunist der Weimarischen Staatskapelle und Curt Lommatzsch, Soloposaunist an der Staatskapelle Berlin.
Alois Bambula hat sich bis ins hohe Alter unermüdlich mit Philosophie, Ästhetik, Kunst und Literatur beschäftigt. Sein spezielles Interesse galt dabei den griechischen Philosophen der Antike bis hin zu Kant, Hegel, Marx und Nietzsche.
Seine tiefe und breite kulturelle Bildung war für ihn Grundlage seiner künstlerischen und somit auch seiner ganz spezifisch musikalischen Tätigkeit - ein Prinzip, das er mit Nachdruck seinen Schülern vermittelte und von dem heute ein umfangreiches Archiv seiner handschriftlichen Aufnotierungen Zeugnis ablegt.
Anmeldung fehlgeschlagen. Benutzername oder Passwort falsch.